Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insb. Betriebswirtschaftliche Steuerlehre

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Jüngste Veröffentlichungen

Meyering, Stephan/Müller-Thomczik, Sandra: 100-Jahre Betriebswirtschaftliche Steuerlehre – eine Analyse zentraler Kritikpunkte an analytisch-normativer Forschung, in: Steuer und Wirtschaft (StuW), 78. Jg. (2020), S. 263-275.

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Der vorliegende Beitrag nimmt das 100-jährige Bestehen der Betriebswirtschaftlichen Steuerlehre im Jahr 2019/2020 zum Anlass, die historisch verankerte, aber in der wissenschaftlichen Wahrnehmung in die Irrelevanz abrutschende analytisch-normative Forschung in der Betriebswirtschaftlichen Steuerlehre im Hinblick auf eine fortbestehende Berechtigung zu analysieren.

Hierzu klären die Autoren zunächst, was unter einer analytisch-normativen Forschung in der Betriebswirtschaftlichen Steuerlehre zu verstehen ist. Während empirische Methoden Gegenstand verschiedener Beschreibungen sind, ist eine Begriffsbestimmung des Begriffs „analytisch-normativ“, soweit ersichtlich, bisher nicht abschließend erfolgt. Die Autoren widmen sich dieser Lücke und hinterfragen insbesondere die Wissenschaftlichkeit und die fachliche Zugehörigkeit.

Im Weiteren setzen sich die Autoren forschungsmethodisch mit zentralen Kritikpunkten, die der analytisch-normativen Forschung entgegengebracht werden, auseinander. Sie zeigen dabei auf, dass sich nicht alle Forschungsfragen des Faches empirisch beantworten lassen. Vielmehr sind ihrer Meinung nach wesentliche Forschungsfragen im wissenschaftlichen Erkenntnisprozess der Betriebswirtschaftlichen Steuerlehre nur auf analytisch-normativem Wege zu klären. Insofern bedarf es weiterhin dieser Forschungsrichtung. Abschließend erörtern die Autoren die Implikationen ihrer Erkenntnisse für die Zukunft der Betriebswirtschaftlichen Steuerlehre.

​​Meyering, Stephan/Hintzen, Christoph/Doedt, Patrick: Wertunabhängiges Flächenmodell und Bewertung nach dem Sachwertverfahren idF des GrStRefG zur Bewertung von Geschäftsgrundstücken - Ein kritischer Vergleich, in: Deutsches Steuerrecht (DStR), 58. Jg. (2020), S. 1705-1710.

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Im Rahmen des Grundsteuer-Reformgesetzes hat sich der Gesetzgeber in den §§ 250 Abs. 3, 258–260 BewG nF zur Bewertung von Geschäftsgrundstücken mit dem Sachwertverfahren für ein wertabhängiges Modell entschieden. Gleichzeitig ermöglicht jedoch eine neue grundgesetzlich verankerte Länderöffnungsklausel, dass die Bundesländer hiervon abweichend ein wertunabhängiges Flächenmodell anwenden. Der vorliegende Beitrag vergleicht die beiden gegensätzlichen Bewertungsmodelle und geht der Frage nach, welches davon aus ökonomischer Sicht vorzugswürdig ist.

Müller-Thomczik, Sandra/Hintzen, Christoph/Meyering, Stephan: Die Klausur, in: Das Wirtschaftsstudium (WISU), 49. Jg. (2020), S. 779-781.

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Die Aufgaben wurden von Prof. Dr. Stephan Meyering (Fernuniversität Hagen) im Sommersemester 2019 im Modul „Grundlagen der Besteuerung und des Instrumentariums der betrieblichen Steuerpolitik" des Bachelor­studiengangs Wirtschaftswissenschaft gestellt. Als Hilfsmittel waren ein nicht programmierbarer Taschenrech­ner sowie unkommentierte Textausgaben der Steuergesetze einschließlich Verwaltungsanweisungen (insbeson­dere Richtlinien und Erlasse) zugelassen. Bearbeitungszeit: 120 Minuten.

Meyering, Stephan/Hintzen, Christoph/Schönrock, Nicolas: Handelsrechtliche Größenklassen im Zeitverlauf - Fortschreitende Deregulierung oder Inflationsausgleich?, in: Der Betrieb (DB), 73. Jg. (2020), S. 629-632.

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Die Schwellenwerte der handelsrechtlichen Größenklassen nach § 267 HGB sind im Zeitablauf kontinuierlich angehoben worden. Dies nimmt der vorliegende Beitrag zum Anlass zu untersuchen, inwieweit die Anhebung der Schwellenwerte auf einen Inflationsausgleich oder auf eine Deregulierung der Rechnungslegungspflichten zurückzuführen ist. Für den Untersuchungszeitraum werden die Schwellenwerterhöhungen der Inflationsrate gegenübergestellt und quantitativ ausgewertet. Als Ergebnis ist zu konstatieren, dass die Anhebung der verschiedenen Schwellenwerte nur teilweise im Gleichklang erfolgt ist und deutlich über einen Inflationsausgleich hinausgeht.

​​Meyering, Stephan/Gröne, Matthias: Rückstellungen für die Kosten der Aufbewahrung von Mandantendaten und Handakten bei WP oder StB, in: Finanz-Rundschau (FR), 102. Jg. (2020), S. 158-163.

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Die Verf. diskutieren die BFH-Entscheidung ausführlich und kommen zum Ergebnis, dass der BFH die Rückstellung im Ergebnis zutreffend abgelehnt hat. Das Urteil biete aber auch Anlass zu Kritik. Zuvorderst ist zu nennen, dass der BFH die Voraussetzungen zum Ansatz von Rückstellungen sehr stark rechtlich ausgelegt und die wirtschaftliche Betrachtungsweise folglich beinahe vollständig zurückgedrängt habe.

Lehrstuhl Meyering | 14.09.2020