Jahrestagungen Fachgesellschaft Geschlechterstudien und KEG

Foto: FernUniversität in Hagen

03. - 06. Juli 2019 an der FernUniversität in Hagen


Vom 3. - 4. Juli 2019 hat die Arbeitstagung der KEG an der FernUniversität stattgefunden. Im Anschluss folgte die Tagung der FG Geschlechterstudien vom 4. - 6. Juli 2019 unter dem Titel „(Re-)Visionen. Epistomologien, Ontologien und Methodologien der Geschlechterforschung“.

Die Gender Studies sind seit jeher ein trans- und interdisziplinäres Forschungsfeld in dem die Selbstverständlichkeiten, auch der eigenen erkenntnistheoretischen und ontologischen Grundannahmen, in Frage gestellt und der Fokus auf Machtstrukturen, Differenzproduktikonen und Ausschlussmechanismen sowie auf die Bedingungen der Wissensproduktion gerichtet werden. Die Vielfalt von theoretischen und methodologischen Perspektivierungen und Problematisierungen gehen sowohl mit analytischen Herausforderungen als auch mit epistemologischen Bereicherungen einher. „Besonders die trans- und interdisziplinäre Mannigfaltigkeit, deren Aufrechterhaltung in Forschung und Lehre die Fachgesellschaft als eine ihrer Kernaufgaben betrachtet, verstehen wir als unsere Stärke, die einem kritischen Wissensaustausch dient“, so Prof. Dr. Irina Gradinari vom Vorstand der Fachgesellschaft Geschlechterstudien und lokale Organisatorin der Jahrestagung an der FernUniversität in Hagen.

Eingeladen waren Forscher*innen, Studierende und Akteur*innen aus den unterschiedlichsten Disziplinen, von Genderforschung bis hin zu Religionsforschung. In zahlreichen Vorträgen, Workshops und Foren wurde aktuelle Forschungsansätze, Projekte und Theorien diskutiert und mit den zwei Keynotes von Maria Puig de la Bellacasa und Vanessa Thompson lagen zwei besondere Schwerpunkte auf den Forschungsfeldern politics of care/feministische Ökologiedebatten sowie auf Kritischer Rassismusforschung/Black Studies. Eine Abendveranstaltung im Museum mit Musik und Museumsführungen und eine Lesung von Autorin Anne Wizorek aus ihrem aktuellen Buch „Weil ein #aufschrei nicht reicht – Für einen Feminismus von heute“ rundeten das Programm erfolgreich ab.

Foto: FernUniversität in Hagen

Webredaktion | 27.05.2020