Profil

Das Lehrgebiet "Geschichte Europas in der Welt" verfolgt in Lehre und Forschung eine globalhistorische Perspektive. Wir befassen uns mit Interaktionen zwischen Europa und der außereuropäischen Welt, und zwar in beiden Richtungen, also in ihren Rückkoppelungen und Wechselwirkungen. Dabei setzen wir drei Hauptakzente:

Auch wenn ein deutlicher Akzent auf Europa liegt, vermeiden wir eine eurozentrische Perspektive im Sinne einer verklärenden Darstellung in der Tradition einer Kolonialgeschichte alten Typs. Wir sind lediglich insofern eurozentrisch, als wir uns für die Rolle Europas in der frühen Globalisierungsgeschichte interessieren und dafür, wie sich Europa selber im Zuge dieser Entwicklungen veränderte. Außerdem thematisieren wir in unseren Kursen und Präsenzveranstaltugnen regionalhistorische Zusammenhänge, wobei wir uns bemühen, .Asien, Lateinamerika, Afrika und Australien/Ozeanien gleichermaßen zu berücksichtigen.

Das Lehrgebiet ist derzeit in den Bachelor-Studiengang „Kulturwissenschaften“ und in den Master-Studiengang „Europäische Moderne: Geschichte und Literatur“ eingebunden. Im B.A. bieten wir neben spezielleren Themen wie „Europäische Expansion und außereuropäische Schriftkulturen“ auch eine allgemeine Einführung in die Geschichte der Europäischen Expansion an. Zum M.A. gehört ein kompaktes Modul „Ausbreitung der Moderne: Europa und die Welt“, das neben Angeboten zur lateinamerikanischen, australischen und südostasiatischen Geschichte einen Kurs zum Thema „Übersee in unserem Alltag. Die Rückwirkungen der Europäischen Expansion seit dem 16. Jahrhundert“ beinhaltet. Über unsere Homepage ist als Serviceangebot die „Bibliographie: Außereuropäische Geschichte in der deutschsprachigen Forschung“ abrufbar, die wir regelmäßig zu aktualisieren versuchen.

11.02.2020