Ringvorlesung Energie, Umwelt & Nachhaltigkeit

 

Wir möchten die Ringvorlesung als Schaufenster in die Region Hagen und als Forum der Kommunikation zu hochaktuellen Themen aus dem Bereich Energie, Umwelt und Nachhaltigkeit öffnen.

Ein Blick in das Programm zeigt Ihnen, wie wir einen freimütigen und kreativen Gedankenaustausch führen und fördern möchten.


Programm im Sommersemester 2026

Fünf Jahre nach dem Starkregen in Hagen

Extremwetter und Klimawandel – wissenschaftliche Einordnung und lokale Perspektiven

Regen in Stadt Foto: Chawin-stock.adobe.com
 

Zum Inhalt der Veranstaltung

Fünf Jahre nach dem verheerenden Starkregenereignis in Hagen, das mit überfluteten Straßen, vollgelaufenen Kellern und teils unzugänglichen Stadtteilen die Verwundbarkeit der Stadt Hagen deutlich machte, lädt die Ringvorlesung „Energie, Umwelt & Nachhaltigkeit“ zu einer aktuellen Einordnung von Extremwetter und Klimawandel ein. Die Veranstaltung wird in Kooperation mit der Arbeiterwohlfahrt UB Hagen-Märkischer Kreis (Hochwasserhilfe) und dem Umweltamt durchgeführt.

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Im Mittelpunkt steht der Vortrag von Miriam Wagner-Jacht (Deutscher Wetterdienst): „Starkregen und Hitzewelle – Ist der Klimawandel schuld?“, ergänzt um Hagener Perspektiven: Expertinnen und Experten aus dem Umweltamt und der Hochwasserhilfe der Wohlfahrtsverbände berichten über das damalige Ereignis und darüber, was sich seitdem in Hagen getan hat, um die Stadt widerstandsfähiger zu machen.

Im Anschluss besteht Gelegenheit zur Diskussion mit der Referentin des Deutschen Wetterdienstes und den lokalen Akteureninnen und Akteuren. Bei einem gemeinsamen Ausklang können die Besucherinnen und Besucher an Informationsständen mehr über aktuelle Entwicklungen zum Hochwasserschutz in Hagen erfahren und den Abend im Gespräch fortsetzen.

 
Miriam Wagner-Jacht (Deutscher Wetterdienst) Foto: Wolfgang Wagner

Der Klimawandel beeinflusst nicht nur die Temperaturmittelwerte, er verändert insbesondere die Wetterextreme, auch in Deutschland.

Miriam Wagner-Jacht (Deutscher Wetterdienst)
 

Zum Vortrag von Frau Miriam Wagner-Jacht

Starkregen und Hitzewelle – Ist der Klimawandel schuld?

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Extrem­wetter­ereignisse wie Starkregen oder Hitze­wellen werden häufiger – zumindest in der medialen Bericht­erstat­tung. Immer wieder stellt sich nach einem solchen Ereig­nis die Frage, ob der Klima­wandel daran schuld war. Doch was bedeutet der Klima­wandel für unser Wetter in Deutsch­land wirklich? Welche Auswir­kungen hat er bereits jetzt und was können wir zukünftig erwarten? Wie hat sich die Wahr­schein­lichkeit für das Eintreten bestimmter Extrem­wetter­ereignisse verändert? Die noch recht junge Wissen­schaft der Attribu­tions­forschung bemüht sich darum, Antworten auf diese Fragen zu geben. In diesem Vortrag geht es zunächst um die Grund­lagen des aktuellen Klima­wandels in Deutsch­land, gefolgt von einer Vorstellung der Attribu­tions­forschung am Beispiel des Ahrtal-Stark­regen­ereignisses 2021.


Anders leben lernen. Transformative Bildung für nachhaltige Entwicklung im Zeitalter multipler Krisen

Adobestock 1129740768 Best-adobe.stock.com Foto: Best-adobe.stock.com
 

Zum Inhalt des Vortrags:

In einem Zeitalter sich zuspitzender ökologischer, sozialer und politischer Krisen stellt sich die Frage nach gesellschaftlicher Transformation und nachhaltiger Entwicklung dringlicher denn je. Wie kann nun Bildung dazu beitragen, dass Menschen nicht nur über Wandel sprechen, sondern ihn aktiv und kritisch mitgestalten? Wie können wir lernen, anders zu leben – offen für Veränderungen, die tief in unseren Alltag eingreifen und unsere Routinen sowie die Art und Weise unseres Zusammenlebens grundlegend in Frage stellen?

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Der Vortrag plädiert für eine transformative Bildung, die demokratisch, dialogisch und partizipativ gestaltet ist. Im Unterschied zu klassischen Konzepten der Bildung für nachhaltige Entwicklung steht hier nicht nur das gemeinsame Lernen, sondern vor allem die demokratische Gestaltung von Bildungsprozessen im Mittelpunkt: als Raum für kritisches Denken, Selbstermächtigung und wirkliche Teilhabe an Transformationsprozessen. Der Vortrag diskutiert Möglichkeiten und Grenzen dieses Ansatzes – insbesondere vor dem Hintergrund aktueller regressiver gesellschaftlicher Tendenzen und wachsender Polarisierung.

 
Prof. Dr. Christian Grabau (FernUniversität in Hagen) Foto: Philipp Reichrath

Nachhaltige Entwicklung gelingt nur mit einer Bildung, die Menschen befähigt, Wandel kritisch zu reflektieren und gemeinsam zu gestalten.

Prof. Dr. Christian Grabau (FernUniversität in Hagen)

 

Videoaufzeichnungen

Forschungsschwerpunkt E/U/N | 05.02.2026