Seminar Controlling und Rechnungslegung im Profifußball (Wintersemester 2004/2005)

Termine

02.10.2004 Seminarvorbesprechung (FernUniversität in Hagen)
09.12.2004 Abgabe Seminararbeit
20.-21.01.2005 Präsenzveranstaltung (Katholische Akademie Schwerte)

Leitung

Betreuer

Abstract

Nicht zuletzt die jüngste finanzielle Fehlentwicklung bei Borussia Dortmund, dem einzigen börsennotierten Fußballbundesligaverein, zeigt, dass der professionelle Teamsport zusehends ein Erkenntnisobjekt der Betriebswirtschaftslehre wird und auch werden muss. Für den Profisport in einem Bundesligaverein gilt, dass die Erfüllung der sportlichen Zielsetzung nur unter der Nebenbedingung der Einhaltung der ökonomischen Zielsetzungen erbracht werden kann. Insbesondere das Liquiditätspostulat wirkt beim Teamsport ähnlich restriktiv wie beim klassischen Unternehmen. Bundesligavereine können nur dann langfristig existieren und erfolgreich sein, wenn die Erträge aus der Vermarktung des Sportereignisses die Aufwendungen für die Beschaffung und den Einsatz der dafür notwendigen Ressourcen, also in erster Linie die Ausgaben für das Engagement der Spieler, nicht übersteigen. Die Frage, inwieweit hierbei auch Renditeüberlegungen eine Rolle spielen oder welche Beziehung zwischen den sportlichen und finanziellen sowie ertragswirtschaftlichen Zielen besteht, ist ein inhaltlicher Schwerpunkt des Seminars. Darüber hinaus sollen Fragen der Rechnungslegung im internationalen Profi-Fußball näher beleuchtet werden.

Einstiegsliteratur

  • Albach, H./Frick, B. (Hrsg.): Sportökonomie, Ergänzungsheft 4/2002 der Zeitschrift für Betriebswirtschaft.
  • Berens, W./Schewe, G. (Hrsg.): Profifußball und Ökonomie, Hamburg 2003.
  • Schewe, G./Littkemann, J. (Hrsg.): Sportmanagement – Der Profi-Fußball aus sportökonomischer Perspektive, Schorndorf 2002.
Michael Holtrup | 02.04.2019