Desinvestitionsverhalten der Dax30-Unternehmen aus bilanzanalytischer Perspektive

Projektbearbeiter/in: Dipl.-Ök. Sarah.Maizi
Status: laufend

Kurzbeschreibung:

Die durch die Finanzkrise vom Kapitalmarkt hervorgerufene verstärkte Fokussierung auf Werttreiber haben Unternehmen sowie Konzerne zu einer alternativen, bisher eher vernachlässigten Strategieformulierung veranlasst: Während zuvor das Hauptaugenmerk auf Unternehmenszukäufe im Rahmen sog. M&A-Aktivitäten gelegt wurde, drängt sich vermehrt die Frage nach der Erfolgswirkung von Desinvestitionen in den Vordergrund.

Dabei soll zudem abgewogen werden, ob sich durch bspw. den Verkauf bestimmter Geschäftsbereiche Investitionsmöglichkeiten zum Ausbau der Kernkompetenzen mit einhergehender Wertsteigerung des Mutterunternehmens erzielen lassen.

Der Durchführung von Desinvestitionen kann entgegen gehalten werden, dass das Entflechten von zuvor meist aufwendigen system- und prozessintegrierten Geschäftsbereichen mit schwer abschätzbaren Folgekosten einhergeht und mit einer langjährigen Planung verbunden ist, die es durch Wertsteigerungen zu kompensieren gilt.

Im Gegensatz zu Unternehmensakquisitionen werden in den Geschäftsberichten sowie Jahresabschlüssen über Desinvestitionen weniger informationsrelevante Aussagen hinsichtlich Wertsteigerungspotenziale sowie Auswirkungen auf das Mutterunternehmen getroffen, die es im Rahmen der Forschungsarbeit zu untersuchen gilt.

Das Forschungsprojekt widmet sich der Untersuchung der Jahresabschlüsse der Dax30-Unternehmen und analysiert die Entwicklung dieser infolge von Desinvestitionen sowie der Strategieorientierung von Unternehmenstransaktionen.

Lehrstuhl UrC | 06.07.2019