Hinweise zu den Literaturangaben

Hinweise zu Zitaten im Text

Jede wortgetreue oder sinngemäße Wiedergabe von Gedanken aus Schriften anderer Autoren müssen kenntlich gemacht werden. Grundsätzlich sind verschiedene Zitierweisen möglich und gebräuchlich. Welcher Zitierweise Sie folgen, bleibt Ihnen überlassen. Entscheidend ist, dass Sie das gewählte System konsistent anwenden. Nachfolgend wird das häufig verwendete Harvard-Beleg-System beispielhaft dargestellt.

    • sind immer durch Anführungszeichen kenntlich zu machen und mit genauer Seitenangabe zu belegen.
    • Die Quellenangabe erfolgt mit dem Nachnamen des Autors/der Autorin, dem Veröffentlichungsjahr und Seite(n) in Klammern, wobei die Seitenangabe mit einem Komma abgetrennt wird.
    • Beispiel: (Krüger 2012, S. 3) bzw. beim Verweis auf mehrere Seiten: (Krüger 2012, S. 3ff) oder (Krüger 2012, S. 3-7)
    • Hervorhebungen oder eigene Ergänzungen sind durch eckige Klammern und dem Verweis [Hervorhebung der Verfasser] bzw. [Hervorhebung d.V.] oder den Initialen [Hervorhebung XY] kenntlich zu machen.
    • Sinngemäße bzw. paraphrasierte übernommene Gedanken aus Schriften anderer AutorInnen, die nicht wörtlich übernommen werden, sind mit „vgl.“ zu kennzeichnen und mit der Seitenangabe zu belegen.
    • Beispiel: (vgl. Krüger 2012, S. 3)
    • Zitieren „aus zweiter Hand“, also die Übernahme von direkten oder indirekten Zitaten einer Autorin, die Sie nicht im Original geprüft haben, von einem Autor, in dessen Werk Sie die Belege gefunden haben, sollte möglichst vermieden werden.
    • Lediglich bei Werken, deren Beschaffung mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden ist, gelten Ausnahmen.
    • Beim Nachweis muss der Name der Autorin angegeben werden verbunden mit „zit. nach“ bzw. „zit. n.“ für „zitiert nach“, z.B. (Meyer 1987, zit. n. Müller 2012, S. 87). Im Literaturverzeichnis wird dann das Werk vollständig belegt, aus dem Sie das Zitat entnehmen.
    • Wenn der Autorenname im Text vorkommt, wird das Veröffentlichungsjahr direkt im Anschluss aufgeführt (z.B. in diesem Zusammenhang stellt Krüger (2012, S. 3) fest, dass)
    • bei zwei Autorlnnen werden die Namen entweder durch ein ,,und” oder ein „/“ getrennt, z.B. (Krüger und Helsper 2010) oder (Krüger/Helsper 2010)
    • bei mehr als zwei Autorlnnen kann nach dem ersten Namen ,,et al.” oder „u.a.“ verwendet werden, z.B. (Krüger et al. 2003) verwendet (bitte achten Sie auch auf den Punkt nach al, aber nicht nach et).
    • hat eine Autorln mehrere Werke verfasst, werden die Jahreszahlen durch ein Komma getrennt, z.B. (Krüger 2010, 2012, 2008).
    • bei mehreren Werken einer AutorIn aus demselben Jahr, wird unmittelbar (ohne Trennzeichen) hinter die Jahreszahl ein Kleinbuchstabe gesetzt, z.B. (Krüger 2012a, 2012b, 2012c).
    • mehrere Literaturhinweise hintereinander werden durch ein Semikolon getrennt, z.B. (Krüger 2012; Wulf 1983).
    • Zeitungsartikel werden bei Kenntnis des Verfassers ebenfalls nach der obigen Systematik mit AutorIn und Jahr im Text belegt. Bei Nichtkenntnis ist die Verwendung des Namens der Zeitung bzw. der Abkürzung in Verbindung mit dem Datum und der Seitenangabe üblich, z.B. (Süddeutsche Zeitung, v. 22.03.2013, S. 2) oder (SZ, v. 22.03.2013, S. 2).
    • Bei Sammelzitationen im laufenden Text, z.B. (Koller 2012; Krüger 2012; Wulf 1983) richtet sich die Reihenfolge der Nennung nach dem bzw. den ersten Buchstaben des Nachnamens (Alphabet); nicht etwa nach dem Publikationsjahr, also nicht: (Wulf 1983; Koller 2012; Krüger 2012).
    • Wiederholungen bei Belegen im laufenden Text müssen nicht nochmals komplett angegeben werden. War Ihr letztes Zitat bspw. (Krüger/Helsper 2012) und Sie zitieren den Autor unmittelbar darauf folgend erneut, dann geschieht dies bei deutschen Texten mit „(ebd.)“ für „ebenda“.
    • Fußnoten können auch im Harvard-Belegsystem verwendet werden. Sie enthalten hier aber ausschließlich weiterführende Anmerkungen und inhaltliche Verweise, wobei sich Literaturangaben auch in solchen befinden können.

Hinweise zum Literaturverzeichnis

Sämtliche Quellen die in der Arbeit zitiert wurden, werden im Literaturverzeichnis dokumentiert. Das Literaturverzeichnis ist alphabetisch geordnet anzulegen. Die einzelnen Titel im Literaturverzeichnis werden üblicherweise bei einem Umfang ab der zweiten Zeile eingerückt, so dass immer der Nachname am linken Blattrand hervorsteht und so sofort erkennbar ist.

  • Nachname, Vorname (Publikationsjahr): Titel, Auflage (wenn nicht Erstauflage), Veröffentlichungsort: Verlag.

    Beispiele:

    Koller, Hans-Christoph (2012): Grundbegriffe, Theorien und Methoden der Erziehungswissenschaft, 6. Aufl., Stuttgart: Kohlhammer.
    Krüger, Heinz-Hermann (2012): Einführung in Theorien in Theorien und Methoden der Erziehungswissenschaft, 6., durchges. Aufl., Opladen: Budrich.
    Krüger, Heinz-Hermann/Helsper, Werner (2009): Einführung in Grundbegriffe und Grundfragen der Erziehungswissenschaft, 9. Aufl., Stuttgart: UTB.

  • Nachname, Vorname/Nachname, Vorname (Hrsg.) (Publikationsjahr): Titel, Veröffentlichungsort: Verlag.

    Beispiele:

    Krüger, Heinz-Hermann/Grunert, Cathleen (2010): Handbuch Kindheits- und Jugendforschung, 2., aktualisierte und erw. Aufl., Wiesbaden: VS Verlag.
    Köhler, Sina/Pfaff, Nicolle/Krüger, Heinz-Hermann (Hrsg.) (2015): Handbuch Peerforschung, Leverkusen: Budrich.

  • Nachname, Vorname (Publikationsjahr): Titel, in: Vorname und Nachname des Herausgebers (Hrsg.): Titel des Sammelbandes, Veröffentlichungsort: Verlag, Seitenangaben (von-bis).

    Beispiel:

    Klafki, Wolfgang (2006): Erziehungswissenschaft, Kritische, in: Heinz-Hermann Krüger/Cathleen Grunert (Hrsg.): Wörterbuch Erziehungswissenschaft, 2., durchges. Aufl., Opladen: Barbara Budrich, S. 170-175.
    Tenorth, Heinz-Elmar (2000): Bildung – was denn sonst?, in: Cornelie Dietrich/Hans-Rüdiger Müller (Hrsg.): Bildung und Emanzipation. Klaus Mollenhauer weiterdenken, Weinheim: Juventa, S. 87-101.

    Ist der Autor des Beitrags auch der Herausgeber des Sammelbands können Sie die Herausgeber auch mit „Ders.“ für „derselbe“ (für männliche Herausgeber) oder „Dies.“ für „dieselbe(n)“ (bei weiblichem Herausgeber oder mehreren Verfassern/Herausgebern) angeben.

    Beispiel:

    Helsper, Werner/Tippelt Rudolf (2011): Ende der Profession und Professionalisierung ohne Ende? Eine Zwischen Bilanz einer unabgeschlossenen Diskussion, in: Dies. (Hrsg.): Pädagogische Professionalität, Zeitschrift für Pädagogik, Beiheft 57, Weinheim: Beltz, S. 268-288.

  • Nachname, Vorname (Publikationsjahr): Titel, in: Zeitschrift, Jahrgang oder Band, Heftnummer, Seitenangaben (von-bis).

    Beispiel:

    Roth, Heinrich (1963): Die realistische Wendung in der Pädagogischen Forschung, in: Die Deutsche Schule, 55, S. 109-119.
    Wulf, Christoph (2015): Pädagogische Anthropologie, in: Zeitschrift für Erziehungswissenschaft, 18, 1, S. 5-25.

    • Im Literaturverzeichnis: BBiG: Berufsbildungsgesetz (BBiG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 23. März 2005 (BGBI I S 931).
    • Im Text: Gesetze werden mit ihrem Kurztitel sowie den Paragraphen, Absatz, Satz zitiert: (BBiG § 2, Abs. 1, Satz 2).
  • Im Text:
    Wenn Sie beim Zitieren im Text Dokumente mit einer Abkürzung der Institution und dem Erstellungsjahr belegen, also z.B. (EU-Kommission 2001), dann sind diese Abkürzung im Literaturverzeichnis aufzulösen, ohne allerdings die Abkürzung gar nicht mehr zu erwähnen.

    Im Literaturverzeichnis:
    Name der Organisation, Institution, Person die das Dokument herausgegeben/verfasst hat (Jahr): Titel, Ort bzw. Sitz der Organisation oder Institution bzw. „Ausgabeort“, ev. Datum der Fertigstellung/Veröffentlichung.

  • für lange Verfassernamen, z.B. Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend – BMFSFJ müssen bei der erstmaligen Nennung im Literaturverzeichnis vollständig ausgeführt werden.

    Beispiel:
    BMFSFJ: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (Hrsg.) (2013): 14. Kinder- und Jugendbericht. Bericht über die Lebenssituation junger Menschen und die Leistungen der Kinder und Jugendhilfe in Deutschland. Berlin

  • Auch bei Online-Quellen ist eine vollständige bibliographische Angabe erforderlich. Sowohl die vollständige URL als auch das Datum des Abrufs sind anzugeben.

    Beispiel:
    Pfaff, N. (2009): Informelles Lernen in der Peergroup – Kinder- und Jugendkultur als Bildungsraum. Online unter: http://www.informelles-lernen.de/fileadmin/dateien/Informelles_Lernen/Texte/Pfaff_2009.pdf [Letzer Zugriff: 16.12.2014]