Dinslaken als Tuchmacherstadt - ABGESAGT!!!

Thema:
Dinslaken als Tuchmacherstadt und die Grafen von Kleve - ABGESAGT!!!
Veranstaltungstyp:
Präsenzveranstaltung
Adressatenkreis:
BA KuWi: Modul G2; Modul G3; Modul G4;
weitere Interessierte auf Anfrage
Ort:
Dinslaken
Adresse:
Aula der Gartenschule
Gartenstraße 17
46535 Dinslaken
Termin:
24.04.2020 bis
26.04.2020
Zeitraum:
Freitag, 24.04.20, 16:00 - 20:00 Uhr
Samstag, 25.04.20, 09:00 - 19:00 Uhr
Sonntag, 26.04.20, 09:00 - 12:30 Uhr
Leitung:
Dr. Andrea Clemens
Anmeldefrist:
15.01.2020 - 15.03.2020
Anmeldung:
Online-Anmeldung Achtung: Teilnahmebeschränkung
Auskunft erteilt:
E-Mail: Dr. Andrea Clemens , Telefon: +49 6231 1886
E-Mail: Christiane Eilers, Sekretariat Schmieder , Telefon: +49 2331 987- 4752

Im 12. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnt, erhielt Dinslaken 1273 von Graf Dietrich VII. seine Stadtrechte. Anfang des 13. Jahrhunderts gestattet Graf Adolf von Kleve die Einrichtung eines Wollenamtes, d. h. eine Tuchmachergilde. Die Leineweber werden erst mehr als 150 Jahre später Gilde. Am Rhein als einem seit frühester Zeit wichtigem Wasserhandelsweg und an der Handelsstraße von Duisburg ins Lippische Land gelegen wurde Dinslaken 1540 Mitglied in der Hanse, nachdem bereits das 15. Jahrhundert für die Stadt wie für die gesamte Niederrheinregion eine Zeit der Blüte und des Wohlstands war. Wie auch in anderen niederrheinischen Städten waren Tuche bevorzugte Ausfuhrartikel. Zudem spielten Märkte mit ihren Zolleinnahmen eine wichtige Rolle im Wirtschaftsleben der Stadt. Neben Gewerbe, Handel und Markt wollen wir die Beziehungen Dinslakens zu den Grafen von Kleve näher beleuchten. Dabei sollen auch Verbindungen und Ähnlichkeiten zu anderen "klevischen" Städten am Niederrhein mit in den Blick genommen werden.

Einführende Literatur:

Klaus Flink, Emmerich, Kleve, Wesel. Formen der städtischen und territorialen Entwicklung am Niederrhein II, Kleve 1995.

Klaus Flink, Die klevischen Herzöge und ihre Städte (1394-1592), in: ders., Land im Mittelpunkt der Mächte, Klever 1985, S. 75-98.

Ursula Gechter, Der Weseler Fernhandel im Spätmittelalter und der Frühen Neuzeit, in: Martin Wilhelm Roelen (Hrsg.), Handel und Kirche (Studien zur Geschichte von Wesel 31), Wesel 2009, S: 9-46.

Abraham Glezermann, Cleve ein unerfülltes Schicksal. Aufstieg, Rückzug und Verfall eines Territorialstaates (Historische Forschungen Band 26), Berlin 1985.

Irmgard Hantsche, Atlas zur Geschichte des Niederrheins (Schriftenreihe der Niederrhein-Akademie Band 4), 5. Aufl., Essen 2004.

Jutta Prieuer, Wilfried Reininghaus (Hrsg.), Wollenlaken, Trippen, Bombasinen. Die Textilzünfte in Wesel zwischen Mittelalter und Neuzeit (Studien und Quellen zur Geschichte von Wesel 5), Wesel 1983, S: 9-47.

Martin Wilhelm Roelen, Wesel. Kleine Stadtgeschichte (Studien und Quellen zur Geschichte von Wesel 38), Wesel 2017.

Rudolf Stampfuß, Anneliese Triller, Geschichte der Stadt Dinslaken 1273-1973 (Beiträge zur Geschichte und Volkskunde des Kreises Dinslaken am Niederrhein Band 10), Neustadt/Aisch 1973.

Themen

Die Übernahme von Referaten (nicht länger als 20 Minuten) seitens der Teilnehmer ist erwünscht. Zur Absprache bitte unbedingt bei der Seminarleiterin (s.o.) melden. Folgende Themen sind denkbar, dabei dürfen auch gerne andere Städte herangezogen werden. Ebenso sind eigene Vorschläge seitens der Teilnehmer erwünscht:

- Zünfte/Gilden in Dinslaken

- Dinslaken als Hansestadt

- Dinslaker Stadtrecht

- Dinslakens Handel

- Dinslaken und die Grafen von Kleve

- Die Schützengilden von Dinslaken

- Textilzünfte in Wesel

- Stadtentwicklung am unteren Niederrhein

- Weseler Fernhandel

- Märkte in Dinslaken

- Märkte in Wesel

- Tuchmacher

- Leineweber/Weber

- Wollschläger

- Schneider

- Mühlen - Arten, Entwicklung und Bedeutung in Mittelalter und Früher Neuzeit

- nach Absprache über einzelne Handwerke und Gewerbe

Zeitrahmen

Freitag, 24. April

16:00 Uhr: Den Auftakt bildet eine Führung durch das LVR Niederrheinmuseum Wesel, An der Zitadelle 14-20, 46483 Wesel, und die dortige Sonderausstellung "Wesel und die Niederrheinlande" durch Museumsleiter Dr. Veit Veltzke.

Für Bahnfahrerinnen und Bahnfahrer werden Mitfahrgelegenheit im Pkw angeboten. Treffen hierfür um 15:30 Uhr am Hotel „Zum Schwarzen Ferkel“, nach vorheriger Anmeldung bei Herrn Bossow.

18:30 Uhr: „Nachwächterführung“ durch Dinslaken mit Herrn Eduard Sachtje

20:00 Uhr: Informeller Ausklang und Abendessen in Dinslaken

Samstag, 25. April:

9:00 Uhr: Einführung von Frau Dr. Andrea Clemens zum Seminarthema „Dinslaken als Tuchmacherstadt und die Grafen von Kleve“

10:30 Uhr: Vortrag von Dr. Peter Theißen, Leiter des Museums Voswinckelshof, über Wind-und Wassermühlen als vorindustrielle Antriebsmaschinen, deren Einsatzfelder nicht nur in der Verarbeitung des Korns, sondern u.a. auch als Walkemühlen bestanden

12:30 Uhr: Mittagspause in eigener Regie

14:00 Uhr: Vortrag von Herrn Eduard Sachtje über den 80jährigen Krieg (1568-1648) und dessen Auswirkungen am Niederrhein

Anschließende Referate und angeleitete Arbeit sowie Diskussion der Teilnehmenden

19:00 Uhr: Informeller Ausklang und Abendessen in Dinslaken

Sonntag, 26. April

9:00 Uhr: Referate und Eigenarbeit der Teilnehmenden

11:30 Uhr: Führung durch das Mühlenmuseum Dinslaken-Hiesfeld, Am Freibad 2, 46539 Dinslaken, Seminarende: 12:30 Uhr. Diejenigen Teilnehmenden, die etwas mehr Zeit haben, sollten auch noch die angebotene geführte Besichtigung der Windmühle nutzen.

Übernachtungen

Es besteht zum einen die Möglichkeit, im Hotel "Zum Schwarzen Ferkel", Voerder Str. 79, 46535 Dinslaken, zu übernachten. Dort wurden 3 Einzelzimmer (EZ) zum Preis von € 46,- und 5 Doppelzimmer zum Preis von € 84,- inkl. Frühstück gebucht. Bei Nutzung der Doppelzimmer als EZ beträgt der Preis €54,- inkl. Frühstück. Im "Hotel zum Grunewald", Bergerstraße 152, 46539 Dinslaken, wurden 7 EZ zum Preis von 61 Euro Frühstück geordert. Dieses Hotel ist etwas außerhalb gelegen und bietet sich daher für Bahnfahrer weniger an.

Anmeldungen für Übernachtungen ausschließlich bei Herrn Dr. Bossow: Adresse: Dr. Manfred Bossow, Zentrum für Kulturwissenschaftliche Forschung Lübeck (ZKFL), Schüsselbuden 30-32 (Posthof), 23552 Lübeck, telefonisch erreichbar Mo+Di+Fr, 9-12 Uhr, unter 0451/70984510, ansonsten unter 01577 7823024.