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Magdeburg im Mittelalter

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Thema:

Magdeburg im Mittelalter - Markt, Metropole, Rechtsstadt in historischen Quellen

Veranstaltungstyp: Präsenzveranstaltung
Adressatenkreis: BA KuWi: Modul G2; Modul G3; MA EuMo: Modul 2E; MA GeEu: Modul II; Modul IV; Modul V; Modul VI; weitere Interessierte auf Anfrage
Ort: Magdeburg
Adresse: Heimvolkshochschule Roncalli-Haus, Max-Josef-Metzger-Straße 12/13, 39104 Magdeburg
Termin: 22.11.2019 bis
24.11.2019
Zeitraum: voraussichtlich
Freitag, 22.11.2019, 15:00-20:00 Uhr
Samstag, 23.11.2019, 09:00-18:00 Uhr
Sonntag, 24.11.2019, 09:00-12:00 Uhr
Leitung: Prof. Dr. Schmieder
Dr. Andrea Clemens
Anmeldefrist: 24.06. - 30.09.2019
Anmeldung: Online-Anmeldung Achtung: Teilnahmebeschränkung
Auskunft erteilt: E-Mail: Prof. Dr. Felicitas Schmieder
Telefon: +49 2331 987-2120
E-Mail: Christiane Eilers, Sekretariat Schmieder
Telefon: +49 2331 987- 4752

Im Diedenhofer Kapitular wurde Magdeburg 805 erstmals als Grenzort und Umschlagplatz zu den slawischen Siedlungsgebieten erwähnt, in ottonischer Zeit erhielt der Ort Markt, Zoll und Münze. Otto I. (912-973) erreichte 967 die Erhebung des Ortes einer bevorzugten Pfalz zum Erzbistum (Metropolitansitz), wo er mit seiner ersten Frau, der angelsächsischen Prinzessin Edgith, begraben wurde. In der sich nun allmählich entwickelnden Siedlung entstand eine Stadt, die sich im 13. Jahrhundert von ihrem erzbischöflichen Stadtherrn zu lösen bestrebt war und eine gewisse Selbstverwaltung erreichte. Ihre politische Bedeutung steigerte die Stadt als Mitglied der Hanse und als Vorort (neben Braunschweig) des sächsischen Städtebundes. Und ihr Recht strahlte im späteren Mittelalter durch Übertragung weit in den Osten bis nach Smolensk, heute Rußland, aus.
Von der Geschichte dieser bedeutenden Stadt im Inneren wie in den Außenbeziehungen erzählen Quellen verschiedenster Art, Urkunden, Bilder, archäologische Zeugnisse, Chroniken, und nicht zuletzt Rechtsbücher. Daher kann Magdeburg Beispiel sein dafür, was uns die verschiedensten Quellen heute aus der Stadtgeschichte überliefern. Die Ausstellungen im neuen Dommuseum "Ottonianum" und "Faszination Stadt. Die Urbanisierung Europas im Mittelalter und das Magdeburger Recht“ im Kulturhistorischen Museum werden Quellen und Zeugnisse praktisch vor Augen führen.

Information über Ihre Teilnahme erhalten Sie unmittelbar im Anschluss an den Ablauf der Anmeldefrist.

Die Übernahme von Referaten (die auch als Grundlage von Prüfungsleistungen, vor allem Hausarbeiten und mündliche Prüfungen, dienen können) sei Ihnen sehr ans Herz gelegt; eine (offene) Moodle-Plattform wird eingerichtet, über die Sie die möglichen Themen werden einsehen können.

Einführende Literatur:

Puhle, Matthias, Magdeburg im Mittelalter. Der Weg von der Pfalz Ottos des Großen bis zur Hansestadt um 1500, Halle 2005.
Puhle, Matthias, Magdeburg. Kleine Stadtgeschichte, Regensburg 2018.
Kulturelle Vernetzung in Europa. Das Magdeburger Recht und seine Städte. Wiss. Begleitband zur Ausstellung "Faszination Stadt", hg. v. Gabriele Köster, Christina Link und Heiner Lück, Dresden 2019.
Aufbruch in die Gotik. Der Magdeburger Dom und die späte Stauferzeit. Essays zur Ausstellung, hg. von Matthias Puhle u. a., Mainz 2009.
Magdeburg 1200. Geschichte der Stadt von 805 bis 2005. Mittelalterliche Metropole. Preußische Festung. Landeshauptstadt, Ausstellung ... 2005, hg. v. Matthias Puhle, Stuttgart 2005.
Willoweit, Dietmar/ Schich, Winfried (Hg.), Studien zur Geschichte des sächsisch-magdeburgischen Rechts in Deutschland und Polen, Frankfurt am Main – Bonn 1980.

Zu Quellen:

Aufriß der Historischen Wissenschaften Band 4: Quellen, Stuttgart 2002.

Christiane Eilers | 01.10.2019
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