Promotionen und Habilitationen

Promotionsvorhaben

Martina Ackerschott

Thema:
Zum Zusammenhang von Lern- und Arbeitsbedingungen und individueller Weiterbildungsteilnahme. Ein Beitrag zur theoretischen Fundierung aus berufs- und wirtschaftspädagogischer Sicht

Beschreibung:
Welchen Einfluss haben Lern- und Arbeitsbedingungen auf die individuelle Weiterbildungsbereitschaft? Wie wird die betriebliche Weiterbildung von den Beschäftigten wahrgenommen und welche subjektiven Faktoren werden darüber hinaus bei individuellen Weiterbildungsentscheidungen wirksam? Aufgabe der Dissertation ist es, diese Fragen theoretisch fundiert zu beantworten und die Ergebnisse in einem berufs- und wirtschaftspädagogisch ausgerichteten Ansatz zusammenzuführen, der sich insbesondere auch für die Wechselwirkungen von betrieblichen Strukturen und individuellen Handlungen interessiert.


Denise Brückner

Thema:
Didaktische Leitlinien für die Gestaltung der Studieneingangsphase beruflich Qualifizierter. Ein Beitrag zur Erhöhung der Durchlässigkeit zwischen beruflicher und hochschulischer Bildung.

Beschreibung:
Die Öffnung der Hochschulen im Jahr 2009 für Studieninteressierte ohne Abitur, aber mit beruflicher Aus- und ggf. Fortbildung trug bedeutend dazu bei, die Durchlässigkeit zwischen beruflicher und hochschulischer Bildung zu fördern. Allerdings zeigt sich: niedrige Immatrikulationsraten dieser nichttraditionell Studierenden an Präsenzhochschulen, aber auch Schwierigkeiten bei der Aufnahme und Fortführung des Studiums für diese Klientel ‚zwingen‘ zu einer Auseinandersetzung mit den vorzufindenden Studierbedingungen. Diese Arbeit hat sich daher zum Ziel gesetzt, didaktische Leitlinien für die beruflich qualifizierten Studierenden zu entwickeln, theoretisch zu fundieren und zu evaluieren, die in der hochschulischen Lehre Eingang mittels zielgruppenspezifischer Unterstützungskonzepte finden werden. Neben einer Befragung der Studierenden wird auch eine Analyse des speziell eingesetzten Lehrmaterials die Wirksamkeit der didaktischen Leitlinien und ggf. auch deren Limitationen aufzeigen.


Tanja Hilger

Thema:
Berufspädagogische Herausforderungen durch digitales Lernen in der betrieblichen Weiterbildung – Reformulierung berufspädagogischer Modelle zum betrieblichen Lernen

Beschreibung:
Ab Mitte der 1990er Jahre entstanden im Bereich der betrieblichen Bildung Modelle und Erklärungsversuche, um betriebliches Lernen zu verorten, zu klassifizieren und zu definieren, aber auch, um Maßnahmen der betrieblichen Weiterbildung didaktisch-methodisch zu fundieren. Weiterentwicklungen betrieblichen Lernens und besonders der Einfluss des Lernens mit digitalen Medien werden darin jedoch kaum bzw. nur unzureichend berücksichtigt. Die Weiterentwicklung von Methoden (Praxis) und Theorien in der betrieblichen Bildung setzt jedoch eine Modellbildung voraus, in der die bestehende Komplexität von Lernprozessen angemessen dargestellt und digitales Lernen einbezogen wird, sodass Modelle eine Verknüpfung zwischen Theorie- und Praxisebene bilden. Ziel der Dissertation ist es, bestehende Modelle dahingehend weiterzuentwickeln, dass Zusammenhänge betrieblicher Weiterbildung und digitalen Lernens deutlich werden – aufbauend auf den Entwurf eines berufspädagogisches Modellverständnisses.


Ariane Neu

Thema:
Höhere beruflich-betriebliche Bildung – Entwicklung, Durchführung und Attraktivität am Beispiel der Abiturientenprogramme im Einzelhandel

Beschreibung:
Ziel der Dissertation ist es, einen wissenschaftlich fundierten Beitrag zur Weiterentwicklung der höheren Berufsbildung zu leisten. Dazu werden in den Jahren 2018/19 qualitative Interviews mit Vertreter(inne)n von Unternehmen, zuständigen Stellen und Bildungseinrichtungen sowie mit Teilnehmenden und Absolvent(inn)en der sogenannten Abiturientenprogramme im Einzelhandel geführt. Dieses betriebliche Qualifizierungsprogramm richtet sich an die spezifische Gruppe der (Fach-)Abiturient(inn)en und verbindet eine berufliche Erstausbildung eng mit einer beruflichen Aufstiegsfortbildung. Die Teilnehmenden erwerben innerhalb von etwa 34 bis 36 Monaten sowohl einen Abschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf als auch einen Abschluss in einer staatlich geregelten beruflichen Fortbildung und damit einen Abschluss der höheren Berufsbildung. Über Entwicklung, Durchführung und Attraktivität dieser Abiturientenprogramme liegen bislang allerdings kaum empirische Forschungsergebnisse vor. Dieser Forschungslücke nimmt sich das Promotionsvorhaben an und verortet die erzielten Forschungsergebnisse im derzeitigen bildungswissenschaftlichen und –politischen Diskurs um die Weiterentwicklung höherer Berufsbildung.


Jana Sáez García

Thema:
Professionalität von Personalberatern

Beschreibung:
Diese Dissertation befasst sich im Rahmen des Forschungsgebietes der Professionsentwicklung mit der Berufsgruppe “Personalberater“ (Executive Search Consultants, oftmals auch als Headhunter bezeichnet), die im Gegensatz zur Berufsgruppe „Personaldienstleistungskaufleute“ nicht den Status eines staatlich anerkannten Berufsbildes genießt. Ziel ist es, den bisherigen Entwicklungsweg dieser Berufsgruppe anhand professionstheoretischer Modelle aufzuarbeiten und mittels empirischer Untersuchungen, die Professionalität im Handeln sowie die spezifischen Kompetenzen von Personalberatern herauszuarbeiten, um somit einen Beitrag zur Etablierung und Anerkennung dieser Domäne zu leisten. Hierbei wird eine Verzahnung von Wissenschaft und Praxis angestrebt.

Habilitationsvorhaben

Dr. Renate Schramek

Thema:
Theorie-Praxis-Verhältnis in der Forschung zum Lebenslangen Lernen in der zweiten Lebenshälfte (erfolgreich abgeschlossen im Oktober 2018)


Dr. Rüdiger Wild

Thema:
Pragmatistisch-konstruktivistische Mediendidaktik

04.06.2019