Kurs 00531

Industrieokonomik: Strategisches Unternehmensverhalten im Wettbewerb

Autoren/innen:
Grosser
SWS:
4, 200 KS
Semester:
WS/SS

Betreuung:

Beratung:

Infos des Prüfungsamtes WiWi:

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Weitere Informationen:

Kurzbeschreibung des Moduls „Industrieökonomik“

Das Modul Industrieökonomik gibt eine Einführung in die Basismodelle der strategischen Interaktion von Unternehmen und vermittelt die daraus entstehenden Implikationen für die Regulierungs- und Wettbewerbspolitik. Das Modul gliedert sich in zwei thematische Schwerpunkte:

  1. Preis- und Mengensetzung von Unternehmen in homogenen und differenzierten Märkten: Im Mittelpunkt steht dabei die wechselseitige Abhängigkeit zwischen konkurrierenden Unternehmen. Darüber hinaus wird die Industriestruktur eines Natürlichen Monopols und das Konzept der Bestreitbaren Märkte vorgestellt;
  2. Regulierungs- und Wettbewerbspolitik: Vermittelt werden die ökonomischen Ideen hinter den staatlichen Instrumenten zur Eingrenzung von Ineffizienzen, die in unvollständigen Märkten dauerhaft verbleiben können.

Die beiden thematischen Schwerpunkte sind in insgesamt fünf Kurseinheiten organisiert:

Die Doppelkurseinheit 1+2 vermittelt ein Verständnis der Wirkmechanismen, die bei simultanen strategischen Interaktionen von konkurrierenden Unternehmen Ineffizienzen in Märkten verursachen können.

Die Kurseinheit 3 zeigt auf, warum Unternehmen Anreize haben können, Kartelle zu bilden und Fusionen zu beantragen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den ökonomischen Bedingungen, unter denen Kartelle extern und intern stabil sind.

Die Kurseinheit 4 führt in das Konzept der sozialen Wohlfahrt ein, mit dem das Ausmaß von Ineffizienzen in Märkten modelltheoretisch quantifiziert werden kann (siehe Probekapitel KE4). Ein Schwerpunkt liegt auf der Analyse sequenzieller strategischer Interaktionen konkurrierender Firmen und den daraus ableitbaren Ineffizienzen. In Märkten der Versorgungswirtschaft gewinnen Kostenstrukturen an Bedeutung, die mit dem Begriff des Natürlichen Monopols verknüpft sind. Der Bedeutung entsprechend wird eine Einführung in dieses Konzept gegeben. Daran schließt sich eine Einführung in eine marktseitige Form der Disziplinierung von Marktmacht an, die unter dem Begriff der Bestreitbaren Märkte in der Literatur verankert ist.

Die Kurseinheit 5 liefert eine Darstellung ausgewählter staatlicher Formen der Disziplinierung von Marktmacht. Einen Schwerpunkt bilden grundlegende Konzepte staatlicher Preissetzung für Natürliche Monopole. Überlegungen zu der Genehmigungsfähigkeit von Fusionen schließen sich an (siehe Probekapitel KE5). Ein zweiter Schwerpunkt vermittelt ein Verständnis zur Ökonomik staatlicher Instrumente der Kartellbekämpfung.

Die Kurseinheiten 1-3 sind aus dem seit 2002 bestehenden Kurs 00531 Industrieökonomik in das Modul übernommen worden. Die Kurseinheiten 4 und 5 sind für einen Ersteinsatz im Wintersemester 2007/08 vollständig neu entwickelt worden. Die Inhaltsverzeichnisse zu diesen Kurseinheiten liegen ebenfalls zum download bereit.

| 27.02.2019