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Forschungsarbeiten

Durch den erstaunlichen technischen Fortschritt der vergangenen Jahrzehnte stehen uns heute eine Vielzahl neuer Möglichkeiten und Wege offen. In unserer globalisierten Welt spielt spontane, jederzeit verfügbare digitale Kommunikation sowohl beruflich als auch privat eine immer wichtigere Rolle. Dies gilt umso mehr, als die Beziehungen, Verflechtungen und Abhängigkeiten der verschiedensten Prozesse und Arbeitsabläufe voneinander immer komplizierter und zeitkritischer werden.

Mit den Kollegen meines Teams suchen wir nach neuen Algorithmen und Methoden, besseren Analyseverfahren sowie Modellen und Simulationstechniken, die eine innovative Informationsgewinnung und Kommunikation in der Praxis erlauben. Dazu steht uns moderne Hard- und Softwareaustattung am Lehrgebiet ebenso zur Verfügung wie die Erfahrung und Kompetenz von Forscherkollegen aus aller Welt, mit denen wir zusammenarbeiten.


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Dezentrale Suchmaschinen

Suche im Internet bedeutet gegenwärtig, Google oder eine beliebige andere große, zentralisierte Websuchmaschine zu verwenden. Dabei verbrauchen diese Systeme nicht nur eine große Menge an Energie und anderer Ressourcen, sondern sind darüber hinaus weder vertrauenswürdig und skalierbar noch können diese stets zufriedenstellende Ergebnisse liefern. Nach einer Ursachenanalyse hierfür wird ein neues Konzept für eine dezentrale Suchmaschine präsentiert. Abschätzungen zur Suchkomplexität werden ebenfalls angegeben. Das Konzept soll dabei aber nicht als Ultima Ratio verstanden werden, vielmehr als Grundlage für Diskussionen, um zukünftige Suchlösungen zu finden.


Kontextbasierte und interaktive Suche nach und mit Textdokumenten

Die Entwicklung lokal arbeitender Verfahren und Methoden, um Menschen eine effektivere und effizientere Navigation im World Wide Web (WWW, Web) als bislang mit klassischen Suchmaschinen zu bieten, ist das Anliegen der prototypisch umgesetzten Suchapplikationen „Researcher“ und „DocAnalyser“. Diese wurden mit dem Ziel entworfen, nicht eine Flut von Dokumenten zu suchen, die eventuell eine nur geringe Anzahl relevanter Schlüsselwörter enthalten, sondern genau diejenigen, die das aktuelle Informationsbedürfnis (d.h. den Wunsch nach passendem Neuen) unter Vorgabe thematischer Kontexte, bestimmt durch die Inhalte lokaler Textdokumente, tatsächlich befriedigen.


Programmiersprachen für sicherheitsgerichtete Echtzeitsysteme

Programmgesteuerte elektronische Systeme für sicherheitskritische Steuer- und Regelanwendungen gewinnen immer mehr an Bedeutung, da einerseits das gesellschaftliche Sicherheitsbewusstsein und andererseits der Trend zu flexibleren Automatisierungsanwendungen wächst. Diese rechnergestützten Systeme für sicherheitskritische Automatisierungsaufgaben müssen mit einem hohen Grad der Verlässlichkeit konstruiert werden. Damit wird es den Aufsichtsbehörden ermöglicht, die Zulassung durch Verwendung formeller Abnahmen durchzuführen. Dazu werden auf Basis der Echtzeitprogrammiersprache PEARL, welche zur verständlichen Formulierung von Automatisierungsaufgaben entwickelt und in der DIN-Norm 66253 standardisiert wurde, neue Sprachkonzepte wie verständliche Synchronisationsmethoden und Verfahren zur Konstruktion von Hochsprachenübersetzern untersucht. Ein weiterer Gegenstand der Forschung ist die Untersuchung und Bereitstellung eines sicheren und echtzeitfähigen Laufzeitsystems. Die Forschungsergebnisse fließen wieder in den DIN Sprachstandard zurück.


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Düring | 12.02.2020
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