„Worum geht es in Wittgensteins Privatsprachen-Argument?“

12. Dezember 2019

Forum Philosophicum

Zeitraum
12.12.2019
18:30 Uhr (bis 21.30 Uhr)

Ort
FernUniversität, Gebäude AVZ (Gebäude 8), Universitätsstr. 21, 58097 Hagen, Großer Senatssaal, Raum B121

Veranstalter/-in
Prof. Dr. Thomas S. Hoffmann, Prof. Dr. Thomas Bedorf, Prof. Dr. Hubertus Busche

Referent/-in
Prof. Dr. Severin Schroeder
University of Reading (Vereinigtes Königreich)

Auskunft erteilt
Prof. Dr. Hubertus Busche

In § 258 der „Philosophischen Untersuchungen“ stellt sich Wittgenstein vor, wie jemand ein privates Tagebuch über das Wiederkehren einer gewissen Empfindung führen will, die er mit dem Zeichen „E“ assoziiert. Dieser berühmte Abschnitt wird gemeinhin als Kern des sogenannten Privatsprachen-Arguments angesehen, mit dem Wittgenstein zeigen wolle, dass ein solches privates Benennen von Empfindungen unmöglich sei. Das ist aber ein Missverständnis. Der Vortrag wird erklären, dass es Wittgenstein durchaus nicht darum geht, ein privates Empfindungs-Tagebuch als unmöglich zu erweisen, sondern vielmehr darum, zu zeigen, dass Empfindungsäußerungen nicht als Beschreibungen introspektiv wahrgenommener Gegenstände aufgefasst werden dürfen.

Die Veranstaltung ist öffentlich, alle Interessierten sind willkommen.


Gerd Dapprich | 05.09.2019