Aufgabenwahrnehmung des Aufsichtsrats in Genossenschaftsbanken

Projektbearbeiter/in: Sonia Schwarzer, M.Sc.
Status: laufend

Kurzbeschreibung:

Aufsichtsräte von Genossenschaftsbanken finden sich in ihrer zumeist als Ehrenamt ausgeführten Tätigkeit zunehmend neuen Anforderungen ausgesetzt. Exemplarisch sei hier der seit 01.01.2014 neu eingeführte §25d des Kreditwesengesetzes genannt, der sich mit den besonderen Pflichten von Verwaltungs- und Aufsichtsorganen befasst. Zu diesen Regelungen zählt beispielsweise die Pflicht, dass Aufsichtsräte die erforderliche Sachkenntnis besitzen, ihrer Tätigkeit genügend Zeit widmen, die Geschäftsleitung im Hinblick auf die Einhaltung bankaufsichtsrechtlicher Regelungen überwachen und mindestens ein Mal jährlich eine eigene Effizienzprüfung vornehmen. Eine proaktive Wahrnehmung des Mandats und eine immer stärkere Einbindung in die Geschäftsprozesse einhergehend mit der damit verbundenen Verantwortung führen auch bei kleineren Instituten unumgänglich zu einer deutlich ansteigenden Arbeitsbelastung.
Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass die Aufsichtsratsmitglieder ihr Mandat in der Regel nebenberuflich und ehrenamtlich wahrnehmen, stellt sich vor dem beschriebenen Hintergrund die Frage nach der Motivation der Aufsichtsratsmitglieder in Genossenschaftsbanken hinsichtlich ihrer Aufgabenwahrnehmung. Dieser Frage soll im Rahmen einer empirischen Analyse nachgegangen werden.

Lehrstuhl UrC | 06.07.2019