Dipl.-Math. Sebastian Wessels

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Kurs 41520 Finanzintermediation und Bankmanagement

Kurzbiografie

seit 2015
Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Bank- und Finanzwirtschaft an der FernUniversität in Hagen
2005-2015
Studium der Mathematik mit dem Nebenfach Betriebswirtschaftslehre an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster
Abschluss: Diplom-Mathematiker
2005
Abitur am Gymnasium Wolbeck in Münster

Forschungsschwerpunkte

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Der Innovationsprozess bei strukturierten Finanzprodukten

Im Segment von strukturierten Finanzprodukten wurde bereits eine Vielzahl unterschiedlicher Produkttypen entwickelt und emittiert – zum Teil mehr und zum Teil weniger erfolgreich. Im Rahmen der Emission eines bestimmten Produkttyps stellt sich für den Emittenten stets die Frage, welche Stellung einzunehmen ist: Innovator oder Nachahmer. „Innovator“ meint in diesem Kontext einen Emittenten, der ein neuartiges „innovatives“ Produkt entwickelt und veräußert. Die Entwicklung eines neuen Produkttyps ist jedoch stets mit Kosten verbunden, so zum Beispiel mit Personalkosten für das Financial Engineering. Als Nachahmer, d. h. als Emittent, der bereits am Markt etablierte Produkte in sein Portfolio aufnimmt anstatt diese selbst zu entwickeln, fallen derartige Kosten nicht an. Jedoch ist es denkbar, dass ein Innovator höhere Produktmargen generieren kann als ein Nachahmer, da das innovative Produkt vom Kunden anders wahrgenommen wird als die nachahmenden Produkte. So könnte der Innovator die Mehrkosten für die Produktentwicklung durch die höheren Margen überkompensieren.

Das Ziel des Forschungsprojektes ist es, die Frage zu beantworten, ob es aus erfolgsorientierter Sicht von Vorteil ist, als Innovator oder als Nachahmer im Marktsegment von strukturierten Finanzprodukten aufzutreten. Um diese Frage zu beantworten, wird insbesondere ein Blick auf die Margen in ausgewählten innovativen Finanzprodukten und deren Folgeprodukten geworfen. Mittels eines eigens konstruierten Ansatzes werden die Margen in den jeweiligen Produkten geschätzt. Der Kern der Konstruktion des Ansatzes zur Margenschätzung ist die Zusammenführung von Ansätzen aus der Performancemessung für Fonds und Methoden aus der Derivatebewertung. Der entwickelte Ansatz verfolgt die Prämisse, dass er eine bewertungsfreie Margenschätzung erlaubt, d. h., es sind keine finanzmathematischen Modelle zu verwenden, um die Produkte zu bewerten. Dies birgt den Vorteil, dass der konstruierte Ansatz auf eine breite Palette verschiedener Produkttypen angewandt werden kann und eine explizite Kenntnis der Produktstruktur nicht notwendig ist.

Publikationen

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  • R. Baule, O. Entrop, S. Wessels
    Performance Measurement for Option Portfolios in a Stochastic Volatility Framework.
    Working Paper, Hagen/Passau 2018. Download (via SSRN)

Konferenzteilnahmen

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  • "Performance-Based Estimation of Issuer Margins Priced in Structured Financial Products"
    Internationales Doktorandenseminar (IDS)
    Bayreuth, 06.07.2019.
  • "Performance-Based Estimation of Issuer Margins Priced in Structured Financial Products"
    9th General Advanced Mathematical Methods in Finance (AMaMeF) Conference
    Paris, 12.06.2019.
  • "Performance Measurement for Option Portfolios in a Stochastic Volatility Framework"
    Southern Finance Association (SFA) Annual Meetings 2018
    Asheville, 15.11.2018.
  • "Performance Measurement for Option Portfolios in a Stochastic Volatility Framework"
    2018 Financial Management Association (FMA) Annual Meeting
    San Diego, 11.10.2018.
  • "Performance Measurement for Option Portfolios in a Stochastic Volatility Framework"
    80. Jahrestagung des Verbandes der Hochschullehrer für Betriebswirtschaft e.V. (VHB)
    Magdeburg, 24.05.2018.
  • "Performance-Measurement for Option Portfolios"
    Workshop der Financial Management and Financial Institutions Working Group der Gesellschaft für Operations Research
    (GOR AG FIFI)
    Magdeburg, 30.03.2017.
  • "Performancemessung von Optionsportfolios"
    Internationales Doktorandenseminar (IDS)
    Nürnberg, 08.07.2016.